Das Lauenburgische ist Jungmoränenland, geformt von der letzten Eiszeit. Der Grundtyp ist Geschiebemergel – bindig, tragfähig, planbar. Das Problem sind die Einlagerungen: Sandlinsen, Kieskörper, Schmelzwasserrinnen. Zwei Bohrungen zwanzig Meter auseinander können völlig unterschiedliche Profile liefern.
Dazu die Toteislöcher. Wo nach dem Rückzug des Eises abgetrennte Eisblöcke im Boden lagen und später abschmolzen, entstanden Senken, die sich mit Torf und Mudde füllten. Sie sind heute oft nicht mehr an der Geländeform erkennbar, aber im Untergrund vorhanden – und ohne jede Tragfähigkeit.
Rund um die Seen kommt der hohe Grundwasserstand hinzu. Für Keller und Baugruben ist das die entscheidende Größe.
Praktische Folge: In dieser Landschaft lohnt sich ein dichteres Raster an Aufschlüssen als in der Geest. Wer hier an Bohrpunkten spart, spart an der falschen Stelle.

